Schimmelbefall - ein wachsendes Problem für Eigentümer und Bewohner von Immobilien

Beinahe jeder kann eine Geschichte dazu erzählen: Schimmel in der Wohnung. Entweder man war selbst direkt betroffen oder hat jemanden mit diesem Problem in seinem Bekanntenkreis - Schimmel tritt derzeit in circa jeder 10. Wohnung in Deutschland auf, Tendenz steigend. Es ist einfach ein großes und vermeidbares Ärgernis, das Eigenheim mit dem unliebsamen Pilzbewohner teilen zu müssen und oft schwierig ihn wieder los zu werden.

Schimmel wird im Wesentlichen dadurch verursacht, dass die eigenen vier Wände zu feucht sind. Dies kann entweder baulich bedingte oder nutzungsbedingte Ursachen haben. Insbesondere bei Neubauten und direkt nach der Sanierung sind die Gebäude feucht. Noch vor 100 Jahren war daher das sogenannte “Trockenwohnen” weit verbreitet, ist aber mit dem aktuellen Wunsch des Erstbezugs von heute nicht vereinbar.

Altbauten haben einen natürlichen Luftaustausch durch Mauerwerk oder undichte Fenster. Fast 20% des bundesweiten CO2 Ausstoßes wird durch Heizen erzeugt, daher ist dieser ungewollte Luft- und Wärmeaustausch gerade im Blick auf den Klimawandel unerwünscht. Daher werden moderne Gebäude im Zuge von Sanierungen und Neubauten sehr gut isoliert und sind somit fast luftdicht. Durch den Wegfall des ungewollten Luftaustauschs ist das direkte Lüften oft die einzige Möglichkeit Feuchtigkeit aus der Wohnung zu bekommen, wenn nicht bauseits eine Außenwandlüftung vorgesehen ist. Viele Bewohner scheitern daran, ihre Lüftungsgewohnheiten umzustellen und auf die Bedarfe des Gebäudes anzupassen. Und so schlägt sich die Luftfeuchtigkeit im Raum immer häufiger als Kondensat auf den Wänden nieder und bildet optimale Bedingungen für Schimmelbildung- und wachstum.

Entdeckt man als Bewohner einmal Schimmelflecken oder nimmt einen muffigen Geruch wahr, so ist es eigentlich schon zu spät. Es gibt zwar unzählige Mittel aus dem Baumarkt, die Hilfe versprechen, oft ist diese Abhilfe jedoch nur rein kosmetisch, bekämpft aber nicht die eigentliche Ursache. Der Schimmel tritt nach kurzer Zeit erneut auf und damit beginnt ein langwieriger Weg die Wohnung wirklich schimmelfrei zu bekommen.

Denn neben den Problemen für des Bewohners, wie eine Beeinträchtigung der Gesundheit durch Sporen oder Einschränkungen im Wohnumfeld, baut sich v.a. für Hauseigentümer eine große Kostenspirale auf.

Auch für Eigentümer ist diese Situation nicht besser. In den meisten Fällen stellt es sich als schwierig dar, die wirkliche Ursache für den Wohnungsschimmel zu finden. Baumängel können in der Regel nur von teuren Sachverständigen korrekt erkannt werden. Ist kein baulicher Mangel auszumachen, wird häufig der Bewohner unter Generalverdacht gestellt, den Schimmel durch ein unzureichendes Lüftungsverhalten verursacht zu haben.

So schieben sich Bewohner und Eigentümer die Verantwortung gegenseitig zu. Nicht ohne Grund gehört die Verantwortlichkeit bei Feuchtigkeitsschäden zu den häufigsten Streitfragen vor Gericht. Und am Ende nehmen beide Parteien Schaden an dieser Situation - natürlich kann eine erhöhte Feuchtigkeit in Räumen - sprich durch Nicht-Lüften und das Trocknen von Wäsche - zu Schimmel führen. Aber diese Beweisführung ist meist schwierig.

Schimmel zu vermeiden ist dagegen kein Hexenwerk. Das einfachste Mittel ist richtiges und regelmäßiges Lüften, vor allem bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. In jedem Baumarkt gibt es einfache Hygrometer, mit denen man die Luftfeuchtigkeit messen kann, jedoch helfen diese nicht beim Lüften.

Für die Unterstützung des Lüftens gibt es zahlreiche Lüftungs-Apps, die als tägliche Hilfesteller fungieren können.

Für eine Rundum Sorglos Erfahrung, die sowohl die Luftfeuchtigkeit misst, als auch angibt, wann Lüften nötig wäre, gibt es moderne Sensorik-Lösungen, wie z.B. die von Rysta, welche zu einer kontinuierlichen Vermeidung der optimalen Wachstumsbedingungen von Schimmel und auch zu einem verbesserten Raumklima führt.

Sowohl der Bewohner als auch der Eigentümer sollten also vor allem ihr Augenmerk auf die Schimmelprävention legen und sich hierbei moderne Tools zur Hilfestellung heraussuchen. Wichtig ist in jedem Falle, dass beide Parteien hier Hand in Hand arbeiten. So kann Schimmel vermieden werden. Ärger und Kosten des Bekämpfens können mithin entfallen.

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