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Im ersten Teil des Artikels haben wir uns der Luftfeuchtigkeit gewidmet und wie diese das Raumklima und Schimmelwachstum abhängig von der Temperatur b...

Plötzlich Schimmel: “Wenn Feuchtigkeit zu einem Problem wird” - Teil 2: Warum jetzt, und früher nicht?

August 9, 2018

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Was ist eigentlich Schimmel ..?

March 8, 2018

 

Roquefort, Gorgonzola, Bavaria Blue… wer kennt sie nicht, die leckeren Blauschimmelsorten… Denkt man an Schimmel, so kommt einem leckerer Schimmelkäse oder Schimmel, der Lebensmittel verdirbt, in den Sinn. Dieser Schimmel breitet sich in der Regel als gleichmäßiger, weißer oder grünlicher Flaum auf seinem Untergrund aus. Denkt man hingegen an Schimmel in Wohnungen, so kommen einem Bilder von schwarzen Flecken und modriger Geruch in den Sinn. Bei diesem Schimmel handelt es sich um eine ganz andere Form von Schimmel.

 

Anders als der Schimmel in Lebensmitteln, der meist aus einer einzigen bestimmte Art von Schimmelpilzen besteht, ist der Schimmel in Wohnungen dagegen eine Ansammlung verschiedenster Mikroorganismen. Neben Schimmelpilzen lagern sich auf den feuchten Wandoberflächen auch Bakterien an, die ähnlich wie Schimmelpilze Sporen bilden, um sich weiter zu verbreiten. Diese meist farbigen, sporenbildenden Bakterien werden als ein farbiger Film wahrgenommen. Bei länger anhaltender Feuchtigkeit wachsen neben Schimmelpilzen und Bakterien auch Hefen, Milben und Einzeller.  

 

Was macht Schimmel mit unserer Gesundheit?

 

Genau diese Vielzahl von Mikroorganismen kann unsere Gesundheit beeinträchtigen. Sobald der Schimmelpilz oder die Bakterien begonnen haben zu wachsen, bilden sie Sporen aus. Diese Sporen werden durch die Raumluft verteilt und können so auch über die Atemwege in unseren Körper gelangen.

Hier können die Sporen dann zu allergischen Reaktionen führen und das Immunsystem beeinträchtigen, was zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen kann. Bei extrem starkem Schimmelpilz- und Bakterienwachstum kann es zu so hohen Sporenkonzentrationen in der Raumluft führen, dass die eingeatmeten Sporen zu einer Vergiftung führen können, welche bei schwachen Personen, also insbesondere Kindern oder älteren Menschen auch tödlich sein kann.

Neben den Sporen bilden Bakterien sogenannte Aerosole und setzen diese frei. Diese Aerosole machen sich vor allem durch einen muffigen, modrigen Geruch bemerkbar und können je nach Bakterienart auch Immunreaktionen hervorrufen. Die bei hoher Wandfeuchtigkeitsbelastung vorhandenen Milben können ebenfalls zu Allergien gegen Bestandteile der Milben führen bzw. allergische Reaktionen bei Personen mit einer Hausstauballergie auslösen. Hefen und Einzeller, die auch bei hohen Wandfeuchtigkeiten wachsen, haben hingegen keinen Einfluss auf die Gesundheit.

 

Was braucht Schimmel überhaupt zum Wachsen?

 

Das Wachstum von Schimmel hängt von vier Faktoren ab: Wandtemperatur, Wandfeuchtigkeit, Nährstoffgehalt und pH-Wert. Normale Wohnräume bieten in der Regel ausreichend Nährstoffquellen für Schimmel, lediglich auf Beton und kalkhaltigen Oberflächen kann Schimmel nicht wachsen.

Auch die Temperatur hat nur einen untergeordneten Einfluss auf Schimmelwachstum. Die meisten Schimmel- und Bakterienarten wachsen innerhalb eines sehr breiten Temperaturspektrums, sodass die Temperatur lediglich das Ausmaß des Wachstums beeinflusst. Haben wir zum Beispiel sehr kalte Temperaturen, die am unteren Rand des Temperaturspektrums sind, wachsen die Mikroorganismen nur ein Viertel so stark wie unter wärmeren Temperaturbedingungen.

 

Der wichtigste Faktor für Schimmelwachstum ist die Wandfeuchtigkeit. Sobald Feuchtigkeit aus der Luft auskondensiert und sich auf den Wänden als Wandfeuchtigkeit niederschlägt, steigt die Gefahr des Schimmelwachstums. Denn für Sporen aus der Luft ist die Wandfeuchtigkeit der wichtigste Wachstumsfaktor. Sie beziehen ihre Feuchtigkeit direkt von der Oberfläche und noch nicht aus der Wand. Schimmelbildung kann bereits in 3-5 Tagen entstehen.

Haben sich die Sporen einmal an der Wand angelagert, beginnen sie exponentiell zu wachsen und bilden  Fasern aus, die sich in der Wand verankern und von dort Nährstoffe beziehen können. Solange Nährstoffe vorhanden sind und optimale Temperatur- und Wandfeuchtigkeitsbedingungen herrschen, wächst der Schimmel exponentiell, bis irgendwann alle Nährstoffe aufgebraucht sind. In Wohnungen gibt es dabei sehr viele Nährstofflieferanten, sodass es sehr lange dauert bis das Ende der Wachstumsphase in Innenräumen erreicht ist.

 

So kommt es also, dass sich Schimmel in jeder Wohnung sehr schnell bilden kann. Hat man über eine gewisse Zeit das Lüften vernachlässigt und beispielsweise Wäsche in den Räumlichkeiten getrocknet, kann dies in Kombination mit kalten Außenwänden schon ausreichen, dass sich Schimmel bildet. Eine große Gefahr bergen auch die extrem dicht schließenden Fenster, die in Neubauten und bei Sanierungen verbaut werden, um Energie zu sparen. Ein natürlicher Luftaustausch ist hier weitestgehend unterbunden und optimale Bedingungen für Schimmelwachstum herrschen im Nu vor. So wünschenswert Energiesparsamkeit auch ist, so wenig kann Schimmelwachstum im Sinne der Erfinder - sprich Bauherrn und Sanierer - sein. Um Schimmelwachstum zu verhindern, ist es wichtig, ein Gespür für das Raumklima zu bekommen und das Lüften nicht zu vernachlässigen, im Neubau und nach Sanierung vor allem in der Phase des sogenannten “Trockenwohnens”, das in der Regel zwei Winter lang dauert. Dies ist aber meist einfacher gesagt als getan. Eine gute Hilfe dabei sind intelligente Systeme wie der Rysta Schimmel Guard, die dabei helfen, eben dieses Gespür für das Raumklima zu bekommen. Wem das immer noch zu diffizil vorkommt, der kann auch voll auf den Algorithmus und die Lüftungserinnerungen und den Lüftungstimer des Rysta Schimmel Guards vertrauen.


 

 

 

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