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Im ersten Teil des Artikels haben wir uns der Luftfeuchtigkeit gewidmet und wie diese das Raumklima und Schimmelwachstum abhängig von der Temperatur b...

Plötzlich Schimmel: “Wenn Feuchtigkeit zu einem Problem wird” - Teil 2: Warum jetzt, und früher nicht?

August 9, 2018

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Versteckte Luftverschmutzung in Innenräumen

April 30, 2019

 

Die Gefahren von Luftverschmutzung in Innenstädten sind allseits bekannt, doch dass auch die Luft in Innenräumen stark belastet sein kann, wurde bisher wenig thematisiert. Eine spannende Untersuchung aus den USA hat sich nun diesem Thema gewidmet und die Luftverschmutzung beim Kochen, Braten, Putzen etc. untersucht. Wissenschaftler der University of Colorado Boulder überwachten einen Monat lang ein 110 qm großes Gebäude innen und außen mit Kameras und Sensoren.

 

 

Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die Feinstaubbelastung gelegt. So wurde beispielsweise bei dem Experiment ein traditionelles Thanksgiving-Dinner aus gebratenem Truthahn, gebratenem Rosenkohl, gekochten Süßkartoffeln, Brotfüllung und Preiselbeersoße zubereitet. Hierbei wurden extrem hohe Werte gemessen. Während des Kochens stieg die Feinstaubbelastung im Haus für ca. eine Stunde auf 200 Mikrogramm pro Kubikmeter an. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll die Luftverschmutzung durch Feinstaub nicht mehr als 25 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter betragen. Auch die Zubereitung eines einfachen Toasts führte zu alarmierenden Werten.

 

Selbst wenn der Toast nur goldbraun getoastet wird, werden 300 bis 400 Gramm Feinstaub pro Kubikmeter freigesetzt.

 

Bedeutet das nun, dass Kochen eine höhere Feinstaubbelastung hervorruft als beispielsweise der dichte Verkehr in einer Großstadt?

 

Die endgültigen Ergebnisse des ,,HomeChem-Experiment”  stehen noch aus. Die Forscher sind sich jedoch einig, dass Wohnungenen beim Kochen und Reinigen gut belüftet werden müssen. Den gewonnenen Erkenntnissen zufolge können bereits alltägliche Tätigkeiten wie das Kochen von Wasser auf dem Herd zu einem hohen Anteil gasförmiger Luftschadstoffe und Schwebstoffe beitragen und zu gesundheitlichen Einbußen führen. Jedoch muss man auch bedenken, dass die durch das Kochen hervorgerufene Belastungen immer von relativ kurzer Dauer sind und nicht durchgehend bestehen. Somit ist ein Vergleich mit der Luftverschmutzung durch Autoabgase nicht unbedingt zutreffend.

 

Doch nicht nur der Feinstaub verursacht Probleme, sondern auch die in Innenräumen freigesetzten flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), die sich in Putzmitteln, Farben, Lufterfrischern, Parfüms, Shampoos, Druckertinte, Klebestoffe etc. finden.

 

Befindet man sich längere Zeit in einem Raum, fällt es meist schwer, die Luftqualität zu beurteilen. Messwerte von Sensoren sind daher aufschlussreich. Kombiniert mit Benachrichtigung bei kritischen Werten trägt smarte Sensorik dazu bei, schädliches Raumklima rechtzeitig zu erkennen.  






 

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